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Das Pfarrdorf Rimbach

Rimbach gilt als eine uralte Siedlung. Sie soll im Rahmen der Missionstätigkeit Chammünster entstanden sein. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang das Kirchenpatrionat des Erzengels St. Michael. Nach der Sage war der Kirchenbau auf dem naheliegenden Aignhof geplant. Das Bauholz wäre jedoch des Nachts von Engeln auf einen Hügel gebracht worden, auf dem sich eine heidnische Opferstätte befunden hätte.

Die frühere Kirche wurde Opfer des Hussitensturmes. Die neue Kirche (1438) versank im Dreißigjährigen Krieg. Nach der Jahreszahl im Chorbogen wurde der heutige Kirchenbau 1719 beendet. Bei der Erneuerung wurde in der Turmkuppe eine Urkunde gefunden, die diese Bauzeit bestätigt. Rimbach, an der Grenze der Marktgrafenschaft Cham und des Bereiches des Grafen von Bogen (Hohenbogen-Lichtenegg), war später Hofmark, auch in Verbindung bzw. Teil der Hofmark Lichtenegg, deren Bezeichnung sich wieder durchsetzte. 
 

Die Hofmark Lichtenegg erfaßte Dörfer und Güter in den damaligen Gemeinden Rimbach, Grafenwiesen, Arrach, Ansdorf, Hohenwarth, Schwarzenberg und Thenried, wie auch Voggendorf und Traidersdorf. 1677 überließ der Kurfürst die mit der Grundherrschaft zur Pfarrei Rimbach gehöigen Untertanen einschichtig der Hofmark. Noch 1821 gehörte Rimbach zu den patrimonialgerichtlichen Gemeinden des Freiherrn von Nothafft zu Runding. Erst 1829 ging mit dem Verkauf der Nothafftischen Güter die Gerichtsbarkeit an das Landgericht Kötzting über.

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